
| CD WOLTÄHR «Mir schw[æ]ze Platt» Die 1. Platte/CD in Tälches-Mundart, Krettni’er Platt, die es je gab! Der Mann, der sich nun schon seit vielen Jahren „Liederschmitt“ nennt, ein geb. Schmitt, aufgewachsen in Krettnach (bis 1972), hatte seinen Künstlernamen gerade amtlich gemacht (Einwohnermeldeamt Koblenz, 1988), als sich sein Vorname, französisch ausgesprochen, mehr und mehr durchzusetzen begann: eine Mischung aus Waltère und Voltaire also „Woltähr“! Ein guter Name auch für eine Musikgruppe, die damit signalisiert, dass man ebenso gut Französisch wie Deutsch oder Lëtzebuergesch/Muselfränggisch/Platt singen kann!! Folk-Rock-Chansons aus Saar-Lor-Lux-Trier-Saarburg (dem ehem. Ost-Frankenreich „Austrasien“, so auch ein neueres Lied der Bänd) bis nach Paris, bis in die Bretagne, ans Meer: dä Mann vaom Miär es e Leed, dat gët et schaon op der CD „Trier by night“ … Die neue CD «Mir schw[æ]ze Platt», die am Freitag, 24. Aug. 2007, 20 h zum Auftakt des Krettnacher Weinfestes dort in der Weinstube Schnitzler/Alte Schule vorgestellt wurde, bietet 15 Mundartlieder im Delsches-Platt, 2 französische und 2 lëtzebuergesche Titel, sowie die Echtern-Aacher Springprozession als instrumentalen Kreistanz im bretonischen Stil. Ein wunderbarer Mix aus alten und neuen „Heimatliedern“, die auch die Verwandtschaft, musikalisch, sprachlich, mit dem Wilden Westen von Europa! den keltischen Heimatländern am Meer, am Atlantik wieder in Erinnerung rufen möchten ... Das Cover-Foto zeigt das „Tälchen“ mit der Mosel, wie sie vor 12.000 Jahren (wenn die Geologen Recht haben) da durch geflossen sein könnte. Wie einfach man so etwas heute am PC simulieren kann! (Die Trierer Grafikerin Susanne Rottmann hat das ins Bild gezaubert!) „Woltähr“ will aber nicht, dass die Fotomontage missverstanden wird: dass er den tiefer gelegenen Ortsteil von Oberemmel unter Wasser gesetzt sehen möchte nein: sein Großvater kam aus Oberemmel und hat 1911 in Krettnach eingeheiratet! Walter (Lieder-)Schmitt „Woltähr“ will und muss dazu stehen, dass er die lebendige Verkörperung dessen ist, was der „Kulturgemeinschaft Tälchen“ vorschwebt: die Wiederversöhnung der (einst feindlichen) Brüder K & O. Weil unsere Mundarten sich nur geringfügig unterscheiden. (Lieben Gruß an den Kollegen Rudi Steinheuer!) Weil wir (vielleicht) die Letzten sind, die diese Sprache, Moselfränkisch, noch flüssig sprechen können. Die Sprache, die im Lëtzebuergeschen überleben wird: weil die es definiert haben, wie man’s schreiben soll! So hat es sich auch ergeben, dass 2 Lieder auf der CD in Original-Lëtzebuergesch eingesungen worden sind: auch ein folk-rockiger Reggae, mit der Stimme des langjährigen Woltährianers Robert „Gollo“ Steffen, den WL schon von Studienzeiten an der Uni Trier kennt; und mit dem er um 1975 herum in Trier Straßenmusik gemacht hat: in der Martinskloster-Clique des „Saitenhieb“… Worum geht’s ausserdem? Um ein Lothringer „Meedchi“ (vocal: Dorle Schausbreitner, Igel). Ein Mädel, das nicht gleich mit jedem tanzt: Danz, danz, Quiselchi (vocal: Markus Mich von den «Wéngert-Stompers»“). Um die Wilde Frau vom Karlsberg, also et Goddelfr[æ]chi! Eine schwarze Katze. Eine neue Liebe (Bei mir bes de scheen). Das Mühlrad von Niedermennig. Das Buchweizenmehl, das es nur beim Krumm in Oberemmel gibt! Und das „Konzer-Delsches-Leed“, das im Okt. 2005 schon als Video-Clip im SW-Fernsehen lief. Walter Liederschmitt (keltische Harfe/Leier, Gitarre, KonzerTina), Uwe Heil (Gitarre), Danny Dannehl (Bass) leiff > 14. 8. 07 Echternach, kiosque rue de la gare (avant-première) > 24. 8. Krettnach, Weinstube Schnitzler (Premiere) > 9. 9. Longuich, Alte Burg/Vinothek Schlöder-Thielen > 15. 9. Schleidweiler, Bürgerhaus > 3. 10. Trier, Köstritzer Schwarzbierhaus > 9. 11. Oberemmel, Weinstube Ludwin Schmitt > 28. 11. Mertesdorf/Ruwer, Karlsmühle > usw. |